
UrbanMobility2Grid
»Modularer Industriespeicher mit 2nd-Life-Mikromobilitätsakkus«
Förderperiode: 2025 bis 2027
Art des Projekts: Demonstratorprojekt
Forschungsschwerpunkt: Nachhaltige Energiesysteme
Themenfeld: Nachhaltige und sichere Batterien
Projektpartner:
Industriepartner entlang der Wertschöpfungskette (u. a. Batteriequellen, Energiedienstleister, Anwender)
Ansprechpartner
Christian Schöner
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
christian.schoener@ise.fraunhofer.de
Florian Bierwirth
EDENenergy GmbH
florian.bierwirth@ise-extern.fraunhofer.de
Second-Life‑Ansätze für Batteriespeicher fokussieren bisher vor allem auf große, homogene Fahrzeugbatterien. Mikromobilitätsakkus (z. B. aus E‑Bikes und E‑Scootern) sind hingegen stark heterogen und werden trotz signifikanter Restkapazität meist frühzeitig recycelt. Dadurch bleibt ein wachsendes Ressourcenpotenzial weitgehend ungenutzt, während gleichzeitig nachhaltige und kosteneffiziente Speicherlösungen für erneuerbare Energien fehlen.
Im Projekt wird ein modularer stationärer Energiespeicher entwickelt, der heterogene Second-Life‑Mikromobilitätsbatterien flexibel integriert. Kern sind neuartige leistungselektronische Module zur parallelen Verschaltung unterschiedlicher Batterien sowie ein erweitertes Sicherheitskonzept zur Vermeidung thermischer Risiken. Aufbauend auf einem bestehenden Demonstrator werden diese Technologien zu einem industrienahen Pilotsystem skaliert und unter realen Einsatzbedingungen validiert. Parallel werden technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragestellungen adressiert, um die Marktfähigkeit vorzubereiten.
Die entwickelte Technologie eröffnet neue Möglichkeiten für ressourceneffiziente Energiespeicherlösungen, insbesondere für Gewerbebetriebe mit Photovoltaikanlagen und hohen Lastspitzen. Perspektivisch sind Anwendungen in dezentralen Energiesystemen, netzdienlichen Speichern sowie servicebasierten Geschäftsmodellen vorgesehen. Aufbauend auf den Ergebnissen sollen Anschlussprojekte zur Systemskalierung, Standardisierung sowie Integration in reale Energiesysteme erfolgen, um die industrielle Umsetzung weiter voranzutreiben.