Effizienzbasierte Ansätze zur Reduktion des Haushalts-Stromverbrauchs sind nicht so erfolgreich wie erwartet. Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler bezeichnen dies üblicherweise als Efficiency Gap, um den verlangsamten Prozess zu erklären. Unser Referent bezweifelt jedoch, dass diese Erklärung tatsächlich hilfreich ist. Sowohl Ingenieure als auch Wirtschaftswissenschaftler gehen von einem recht engen Verständnis des Alltagsverhaltens aus. Er wird einige Argumente liefern, um den Betrachtungsraum sozialer Praktiken zu weiten, wird dann zusätzlich die Lebensqualität als Hauptkomponente untersuchen und schließlich aufzeigen, wie Effizienz und Suffizienz miteinander verbunden sind. Über den ReferentenProf. Dr. Paul Burger ist Leiter des Fachbereichs Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Basel und verantwortlich für die sozialwissenschaftliche Lehre im dortigen Masterstudiengang Sustainable Development. Er ist Leiter des Upper Rhine Cluster for Sustainability Research und Mitglied im Vorstand des Competence Center for Research in Energy, Society and Transition (CREST), einem Zentrum führender Schweizer Forschungsinstitute, die die Energiewende in der Schweiz wissenschaftlich begleiten. Der promovierte und habilitierte Philosoph forscht zu den theoretischen Anforderungen und Bedingungen sowie den empirischen Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung nachhaltigkeitsorientierter Transformationsprozesse. Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 17. Januar 2019, 17.30 Uhr, mit anschließendem Umtrunk
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